Schildbürgen ist in der Bröl?!

Update: Die Ampelanlage steht nun, der Verkehr ist geregelt.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, hallo Klaus!


Die FDP Fraktion Hennef bitte darum, Dich dafür einzusetzen, den Irrsinn in der Bröl mit Hilfe
einer längst überfälligen Baustellenampel endlich vernünftig zu regeln!


GEFAHR ERKANNT, GEFAHR GEBANNT???

 

Die Sanierung der Happerschosser Straße in Bröl als Beispiel behördlicher Oberflächlichkeit:
Weit im Vorfeld der Maßnahme findet begrüßenswerter Weise eine Bürgeranhörung mit
Präsentation durch Verwaltung und des planenden Ingenieurbüros im Landgasthof statt.
Allgemein wird die Maßnahme begrüßt, da der schlechte Straßenzustand über viele Jahre
moniert wurde.


Durch das Mitglied der FDP-Fraktion Kurt Lausus wird bereits in dieser Versammlung auf sich
dann abzeichnende Probleme der Verkehrsführung während der Baumaßnahme ( die
Verwaltung schätzt die Dauer auf 1 Jahr) nicht nur für die unmittelbaren Anlieger der
Happerschosser Straße, sondern auch für die mittelbar betroffenen Anlieger des Gebietes
Knechtsberg in Bröl, sowie für Verkehrsteilnehmer der Ortschaften Happerschoß,
Heisterschoß und auch bis nach Wolperath und Neunkirchen-S., die die Happerschosser
Straße regelmäßig als Verbindung zur B 478 sowohl in Richtung Waldbröl als auch Hennef bzw. zur Autobahn nutzen, hingewiesen. Angeregt wird von Kurt Lausus eine rechtzeitige
Verkehrsplanung nicht nur durch großräumige Umleitung.


Die Verwaltung greift diese Anregung auf und will sich rechtzeitig hierzu Gedanken machen –
auch in Abstimmung mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Bröl (HVB).
Am 18.03.19 informiert unser Bürgermeister Klaus Pipke die anwesenden Bürger bei der
Jahresversammlung des HVB, dass die Maßnahme nun noch im März gestartet würde.
Wiederum weist Kurt Lausus von der FDP darauf hin, dass Verkehrsprobleme in Bröl zu
erwarten wären, wenn es keine durchdachte und sichere Verkehrsregelung geben würde. Der
Bürgermeister nimmt diesen Hinweis zur Kenntnis, glaubt aber, dass die Happerschosser
Straße während der Baumaßnahme weiterhin befahrbar bliebe und zerstreut insofern die
vorgetragenen Bedenken.


Als die Baumaßnahme dann endlich Ende März beginnt (zuvor musste die RSVG noch schnell
die Bushaltestellen auf der Happerschosser Straße an die B 478 verlegen) bewahrheiten sich
die vorgetragenen Befürchtungen leider sofort.


Seit Baubeginn ist die Happerschosser Straße nicht mehr durchgängig befahrbar.
Wie voraussehbar, benutzen viele ortskundige Bröler, aber auch Verkehrsteilnehmer mit Ziel
oder Herkunft Happerschoß/Heisterschoß und navigelenkte Auswärtige die
Wilhelmstraße/Am Berg (Anliegerstraße), um über Knechtsberg/Zum Alten
Garten/Waldhornweg oder umgekehrt ihr Ziel zu erreichen. Die Wilhelmstraße/Am Berg sind unabhängig von ihrer Qualifizierung als Anliegerstraße steil, kurvig und für Gegenverkehr als zu schmal nicht geeignet. Dies führt zu unliebsamen Aufeinandertreffen von Fahrzeugen mit verzwickten Vor- und Rückwärtsbewegungen und der Gefahr der Beschädigung nicht nur der Fahrzeuge, sondern auch der Häuser.


In einem Schreiben an den Bürgermeister vom 17.5.19 beschreibt Kurt Lausus die seit Wochen
schwierige Situation und schlägt eine per Funk gesteuerte Wechselampel für die
Wilhelmstraße / Am Berg vor. Der vom Bürgermeister mit der Problembeseitigung beauftragte Bauhof stellt nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt an der Einfahrt der Bergstraße ab der Straße Auf dem
Alten Garten / Waldhornweg in Richtung Wilhelmstraße (und damit B 478) ein Einfahrtsverbotsschild ( Zeichen 267 ) auf. Die Hoffnung, daß damit die Einfahrt in die abwärtsführende Straße verhindert würde, stellte sich als Trugschluss heraus, hatte man doch vergessen, dass an gleicher Stelle stehende
„Anliegerfrei-Schild“ zu entfernen.


Etwas besser wird die Situation nach entsprechenden weiteren Hinweisen durch Kurt Lausus
an die Verwaltung durch Abdeckung des „Anliegerfrei-Schildes“, Aufstellung eines zweiten
Durchfahrtverbotsschildes und von blauen Richtungszeichen. Die nun dem Einfahrtsverbot entsprechend korrekten Fahrer folgen nun nach Osten (allerdings auch wieder verkehrswidrig, da das dortige „Anliegerfrei-Zeichen“ auch wieder Sperrwirkung für den Durchgangsverkehr entfaltet) der Straße Am Berg am Wehrfeld vorbei, um auf die B 478 zu gelangen. Diese Strecke, ein mehr oder weniger befestigter Feldweg ist schmal, kurvig, streckenweise uneinsehbar und für (gestatteten, nach derzeitigen Zeichen allerdings nur für Anlieger) Gegenverkehr nicht geeignet. Die letzten 100 abschüssigen Meter zur B 478 sind weder beleuchtet noch in irgendeiner anderen Weise gesichert. Die Gefahr eines Absturzes auf die B 478 kann bei Ortsunkundigen, bei Dunkelheit und bei Gegenverkehr als nicht ausgeschlossen gelten. Die Folgen eines solchen Unfalls kann man sich ausmalen. Auch das Einfädeln auf die B 478, die an dieser Stelle durch eine Kurve schlecht einsehbar ist und mit hohen Geschwindigkeiten befahren wird, bildet einen weiteren Gefahrenpunkt.


Kurt Lausus bittet die Verwaltung per Schreiben vom 23.5. erneut, die gesamte Situation vor
dem Hintergrund der der Stadt obliegenden Verkehrsregelungs- und Verkehrssicherungspflicht noch einmal einer gründlichen Prüfung zu unterziehen.
Am 31.05.19 sagt die Verwaltung nun „zur Entschärfung der Situation“ die Aufstellung einer
Ampelanlage zu. Ort und Zeitpunkt bleiben leider offen!!


Situation heute am 17.06.19:
-Weiterhin ist die Beschilderung irreführend!!
-Weiterhin fahren Autos verbotswidrig in die durch Zeichen 267 gesperrte Straße!!
-Weiterhin bleibt die Gefahrensituation Am Berg/B 478 vollumfänglich bestehen!!


Mit freundlichem Gruß, gez.
Michael Marx
Fraktionsvorsitzender