Interview mit Franziska Zillger

Franziska Zillger ist 31 Jahre und seit zwei Jahren FDP Mitglied. Sie ist zusammen mit ihrem Mann selbstständig und gemeinsam haben sie drei Kinder im Alter von 3-7 Jahren. Sie vertritt die FDP im Ausschuss für Generationen, Soziales und Integration und kümmert sich im Ortsverband um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Warum bist Du in die FDP eingetreten?

Ausschlaggebend für mein politisches Engagement sind meine Kinder: Ich möchte Einfluss auf ihre Zukunft nehmen und aktiv dazu beitragen, dass sie sicher und geborgen aufwachsen. Nach der Geburt unseres dritten Kindes schaute ich mich um, welche Partei am besten zu mir und meinem Denken und Handeln passt. Dabei habe ich mich dann recht schnell für die FDP entschieden. Der liberale Gedanke zusammen mit einer Macher-Mentalität spiegeln am besten meine Überzeugung wider. Ein weiterer Pluspunkt der FDP Hennef ist es, dass ich hier meine Meinung sagen kann und auch haben darf. Ich muss mich nicht einer vorherrschenden Meinung unterordnen - ganz getreu dem Motto "Denken wir NEU".

 

Wo liegen Deine Schwerpunkte im Ortsverband?

Im Ortsverband bin ich Beisitzerin im Vorstand mit dem Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Nachdem ein anderes Mitglied wegen Umzug ausschied habe ich dann von ihm noch die Homepage-Betreuung und Social Media übernommen.

 

Für welche Bereiche in der Fraktionsarbeit interessierst Du Dich besonders/ in welchen Ausschüssen bist Du?

Für die Fraktion bin ich sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Generationen, Soziales und Integration. Weiterhin vertrete ich auch Kevin Müllerke im Ausschuss für Schule und Inklusion. Beide Ausschüsse finde ich sehr interessant, da sie uns als Familie in Hennef betreffen, nicht zuletzt, da unsere beiden Söhne Autisten sind und uns Integration und Inklusion daher naturgemäß sehr am Herzen liegen.

 

Was sind Deine politischen Ziele?

Ein konkretes politisches Ziel habe ich nicht. Ich denke, es ist die Pflicht eines jeden, sich für die Gemeinschaft und die Gesellschaft zu engagieren-egal in welcher Form. Mit dem, was ich heute bewege, sichere ich die Zukunft der nächsten Generation - die, meiner Kinder. Entsprechend liegt der Schwerpunkt meines politischen Engagements in der Kommunalpolitik im Bereich Familie. Hennef tut bereits sehr viel für unsere älteren Mitbürger und die sozial Schwächeren. Mir fehlt es derzeit an Maßnahmen und Entwicklungen für Familien in der Mittelschicht - letztlich für genau jene Gruppe, die alles andere mitfinanziert.

 

Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen. Wie siehst Du die Position und die Chancen der FDP?

Leider sehe ich die Chancen nicht ganz so positiv. Bedauerlicherweise trennen nur die wenigstens zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Es ist schwer, den Bürgern begreiflich zu machen, dass die FDP Hennef keinen direkten Einfluss auf Entscheidungen unserer FDP Minister hat. Stattdessen schwappt dann ein negatives Image aus der Bundespolitik auf den Ortsverband über. Dabei ist die FDP Hennef sehr vielfältig, wir können auch andere Themen als Digitalisierung. Wir können auch Familie und Umwelt. Und genau das wollen wir im Wahlkampf auch vermitteln.

 

Was ist Dir an Hennef besonders wichtig? Was kann Deiner Meinung nach verbessert werden?

Hennef ist meine Heimatstadt. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und liebe meine Stadt. Mir ist es wichtig, dass Hennef so vielfältig bleibt wie es, mit allen Dörfern und Traditionen.

Natürlich birgt Hennef auch enormes Verbesserungspotenzial. Die Verkehrssituation der Innenstadt ist der reinste Alptraum, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Weiterhin stört mich die Klüngelei der alteingesessenen. Entscheidungen werden nicht nach rationalen Argumenten getroffen, sondern viel mehr nach dem Nutzen.