Viel Papier, wenig Straße: FDP Stadtverband fordern Ende des Stillstands in der Verkehrspolitik
Hennef. Mobilität war das bestimmende Thema vergangener Wahlkämpfe in Hennef. Doch blickt man heute auf die Ergebnisse der letzten Jahre zurück, ziehen der „Stadtverband der FDP“ (FDP) eine ernüchternde Bilanz: Trotz teurer externer Konzepte ist die angekündigte Verkehrswende im Hennefer Alltag kaum spürbar.
Teure Gutachten, magere Ergebnisse „Es wurde viel Geld in die Hand genommen, um externe Büros mit der Erstellung von Mobilitätskonzepten zu beauftragen. Das Ergebnis steht jedoch in keinem Verhältnis zum Aufwand“, kritisiert der Stellvertretende Vorsitzende Florian Zillger. Außer der Einführung einiger Fahrradstraßen sei wenig passiert, was den Verkehrsfluss in Hennef wirklich verbessert hätte. Die großen Probleme, insbesondere mit Bezug auf den KFZ- Verkehr, blieben ungelöst.
Pragmatische Lösungen wurden ignoriert
Besonders ärgerlich ist aus Sicht der Hennefer FDP, dass konkrete, schnell umsetzbare Vorschläge, die die FDP bereits im Wahlkampf entwickelt hatte, keine Beachtung fanden. „Wir hatten Ideen auf dem Tisch, die überwiegend einfach und kostengünstig umzusetzen gewesen wären“, erklärt Michael Marx Ratsmitglied der FDP.
Als Beispiele nennt die Fraktion:
- Linksabbiegeverbot auf der Theodor-Heuss Straße in die Wehrstraße: Eine einfache Maßnahme, die den Verkehrsfluss sofort entlastet hätte.
- Frankfurter Straße: Hier fehlen bis heute sinnvolle Umgestaltungsmaßnahmen zur Entlastung.
- Allner Brücke: Linksabbiegeverbot aus Hennef kommend, dann durch einen neu zu bauenden Kreisel kurz hinter der Brücke in Richtung Bröl und dann rechts abbiegend Richtung Happerschoss.
Forderung: Richtungsweisende Entscheidungen statt Verwaltung des Ist-Zustands Für die kommende Arbeit im Mobilitätsausschuss hat die FDP eine klare Erwartungshaltung: Die Zeit der theoretischen Erörterungen muss vorbei sein.
„Wir wünschen uns und den Bürgern, dass im Mobilitätsausschuss in dieser Legislaturperiode endlich richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden“, so Florian Zillger abschließend. „Hennef braucht keine weiteren Papiertiger, sondern Maßnahmen, die die Mobilität dauerhaft verbessern – für Autofahrer, den ÖPNV und den Radverkehr gleichermaßen.“